Artikel Osteopathie: Bin ich „richtig“ Schief?

In der Therapie, des Menschen setzt man sich häufig das Ziel eine Symmetrie zu erreichen. Der linke Arm soll genauso so stark werden wie der rechte, das Gleichgewicht auf dem rechten Bein so gut wie auf dem linken usw. Auch der Muskeltonus wird häufig versucht links zu rechts auszugleichen. Aber ist das immer Sinnvoll?

Meine Fragestellung lässt vermuten, dass dem nicht so ist. Warum?

Der menschliche Organismus ist nicht Symmetrisch!

Es gibt eine gewollte Asymmetrie im Körper, die bei einem Linkshänder anders ist als bei einem Rechtshänder. Diese geht schon im Mutterleib los und stellt sich von Kopf bis Fuß aufeinander ein. Hierzu ein Beispiel:Bei einem Rechtshänder ist das rechte Auge dominant. Um den Computermonitor optimal fixieren und diesen Text besser lesen zu können, dreht der Rechtshänder seinen Kopf unbewusst minimal nach links und stellt damit das rechte Auge näher an den Monitor. Durch diese Vorzugshaltung wird sich der Atlas einstellen und beim Rechtshänder etwas weiter auf der rechten Seite stehen.

So stellt sich die Wirbelsäule, das Becken usw. von oben nach unten minimal anders ein als bei einem Linkshänder. Das ist nicht zu verwechseln mit einer Skoliose, es handelt sich hier wirklich nur um minimale Seitenunterschiede und Muskelspannungen die zwar Asymmetrisch sind, uns jedoch insgesamt eine bessere Stabilität und eine bessere Funktion ermöglichen.

Wenn diese Verkettung optimal auf einander abgestimmt ist, so sind wir für uns persönlich optimal eingestellt und die Asymmetrie wird uns in diesem Fall guttun. Wenn jedoch eine dieser Asymmetrien aus der Reihe tanzt, werden wiederkehrende Beschwerden die Folge sein.

Ein Beispiel dazu:

Wenn z.B. der Atlas beim Rechtshänder weiter links steht, so hat das einen Grund und der Atlas kompensiert irgendein anderes Problem. In diesem Fall können wiederkehrende Kopfschmerzen oder wiederkehrende Blockaden der oberen Halswirbelsäule finden.

Ein zweites Beispiel:

Beim Rechtsfüßer ist das bessere Standbein logischer Weise links. Die Beckenschaufel ist auf der rechten Seite etwas weiter nach vorne gekippt. Dadurch ist die Hüftgelenkspfanne weiter unten als auf der anderen Seite. Das rechte Bein wird also länger und der Fußballer kommt mit rechts besser an den Ball.Wenn beim Fußballer Standbein / Spielbein und Beckenschaufelstellung nicht auf einander abgestimmt sind, dann wird der Fußballer nicht sein optimales Geschick entfalten können.

Es gibt gewisse Dinge die ein Rechtshänder anders macht als ein Linkshänder. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir dieses Wissen in die Behandlung mit einfließen lassen, kommen wir der Ursache unserer Beschwerden näher und werden einen neuen Therapieansatz finden.Wenn Sie herausfinden möchten ob Sie ein echter Links- oder ein echter Rechtshänder sind und ob der Rest Ihres Körpers optimal darauf eingestellt ist, untersuche und berate ich Sie hierzu gerne.

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